Was ist die VG Wort?

… und warum das relevant ist

 von Jana Klein

Quelle: Pixabay
Quelle: Pixabay

Die VG Wort (sprich: Verwertungsgesellschaft Wort) ist eine Wirtschaftsvereinigung, die bestimmte finanzielle Interessen vieler Medienschaffender für diese verfolgt. Dabei handelt es sich insbesondere um Zweitverwertungsrechte von Medien, die im weitesten Sinne mit Sprache zu tun haben. Während die Anteile, die ein_e Autor_in etwa durch ein direkt verkauftes Buch erhält, vertraglich mit dem Verlag geregelt sind, entstehen viele weitere sehr unübersichtliche Nutzungskosten, zum Beispiel durch das Kopieren eines wissenschaftlichen Aufsatzes in einer Universitätsbibliothek. Weil es viel zu unübersichtlich wäre, hier jeweils im Einzelnen zu registrieren, welche Werke in welchem Umfang kopiert und genutzt werden, übernimmt die VG Wort für ihre Mitglieder diese Aufgabe Was ist die VG Wort? weiterlesen

Zwei Urteile, ein Gesamtvertrag

Gastbeitrag von Clemens Uhing

book-1293414Wir alle wissen: Es kommt eine harte Zeit auf die Studierenden und die Angestellten der Universitäten zu. Dem neuen Rahmenvertrag zwischen der Kultusministerkonferenz und der Verwertungsgesellschaft Wort ist die Universität Bonn nicht beigetreten, was bedeutet, dass bald wieder „wie im Mittelalter“ studiert werden muss. Was genau das für uns bedeutet, ist ebenfalls in dieser Ausgabe zu lesen.
Einige Verwirrung gibt es jedoch offenkundig über die Zusammenhänge, die diese vertrackte Situation erst bedingt haben. Wie ist die Vorgeschichte und was sind Fehler, die während dieser passiert sind? Zwei Urteile, ein Gesamtvertrag weiterlesen

Copy & Waste

Warum der Beschluss der Kultusministerkonferenz mit der VG Wort das Ende des digitalen Lernens bedeuten könnte

 von Laila N. Riedmiller

Ökologische Gründe sind ein weiteres Thema im Streit um das e-Learning
Ökologische Gründe sind ein weiteres Thema im Streit um das e-Learning

Paragraph 52a des Urheberrechtsgesetzes regelt den Einsatz  urheberrechtlich geschützter Werke in Unterricht und Lehre.
Im Oktober diesen Jahres entschied die VG Wort gemeinsam mit der Kultusministerkonferenz, die Bestimmungen zum Umgang mit digitalisierten Medien zu verschärfen.
Bisher zahlten die Universitäten für den Upload von geschützten Dateien einen Pauschalbetrag an die VG Wort, der dann aufgeschlüsselt und an die Autor_innen durch die VG Wort weitergegeben wurde. Copy & Waste weiterlesen

Die Folgen für die Lehrkräfte

Das Urheberrecht in Zeiten der digitalen Reproduzierbarkeit

 von Laila N. Riedmiller

Karikatur: Jan Bachmann
Karikatur: Jan Bachmann

Nicht nur die Studierenden haben unter der neuen Regelung und den Folgen eines Nichtbeitritts zum Rahmenvertrag zu leiden. Auch die Lehrpersonen sind ab dem 1.1.2017 mit Veränderungen konfrontiert, deren Auswirkungen noch nicht absehbar sind.
Insbesondere die Geisteswissenschaften sind von der Änderung betroffen, nicht zuletzt leiden auch die Sprachkurse sehr unter den Änderungen. Im Gespräch mit einigen Lehrpersonen der Universität werden immer wieder die gleichen Aspekte genannt. Die Folgen für die Lehrkräfte weiterlesen

Jodelaaaaahuiii!

Unser Redakteur hat die Campus-App Jodel getestet. Mit gemischten Gefühlen

 von Samuel F. Johanns

Jodel heißt das relativ neue Campus-App-Phänomen, welches sich auch in Bonn unter Studierenden steigender Beliebtheit erfreut.
Auf Jodel können die Nutzer_innen („Jodler“) völlig anonym Posts („Jodels“) verfassen, welche Privates oder Campuspezifisches frei von der Leber der Community zur Verfügung stellen. Diese kann dann per UpVote (like) oder DownVote (dislike) über die Güte dieser Beiträge hohes Geschworenen-Gericht halten. Das Ganze erinnert dabei etwas an Gladiatorenkämpfe der römischen Antike. Fällt nämlich die Beliebtheits-Bilanz eines Jodels auf -5, wird dieser ins Daten-Nirwana geschickt.
Außerdem besteht die Möglichkeit, Hauptjodels mit kleineren Jodels zu kommentieren. Für die Redekultur interessant ist es dabei, dass auch diese Kommentarjodels durch Down-Votes „vernichtet“ werden können. Jodelaaaaahuiii! weiterlesen

„Wir wollen für die Europäische Idee begeistern“

Im Gespräch mit den Jungen Europäischen Föderalisten Bonn

Interview von Laila N. Riedmiller

v.R.n.L: Niklas, Jan, Biljana. Foto: Samuel F. Johanns
v.R.n.L: Niklas, Jan, Biljana. Foto: Samuel F. Johanns

Biljana Vrhovac, Jan Küthe und Niklas Höhle sind drei Gesichter der JEF-Hochschulgruppe Bonn. Sie alle sind begeistert von der Europäischen Idee und haben es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen für Europa zu gewinnen.
Biljana studiert Jura und ist bereits seit 2012 bei den Jungen Europäischen Föderalisten aktiv. Über die Bekanntschaft mit ihr kamen auch Jan und Niklas zur Organisation. Jan studiert Mathematik im Master und wurde durch einen europakritischen Zeitungsartikel motiviert, sich in der von Biljana beworbenen Organisation zu engagieren. Niklas studiert Law and Economics im Bachelor. Nach dem Brexit kam für ihn die Erkenntnis, dass ein Engagement für die EU wichtig sei und dass er selbst Teil einer proeuropäischen Initiative werden müsse. „Wir wollen für die Europäische Idee begeistern“ weiterlesen

Haymatloz

Deutsch-jüdische Flüchtlinge begründeten 1933 die türkische Hochschullandschaft

 von Jana Klein

Gebäude der Großen Nationalversammlung der Türkei, entworfen von Clemens Holzmeister. Quelle: Wikipedia Makrik
Gebäude der Großen Nationalversammlung der Türkei, entworfen von Clemens Holzmeister. Quelle: Wikipedia Makrik

Es ist eine weitgehend unbekannte Exil-Geschichte, die ausgerechnet jetzt, wo die Zahl der Asylanträge wegen politischer Verfolgung durch Menschen aus der Türkei wieder steigt, in Erinnerung gerufen wird. Die Kino-Dokumentation „Haymatloz“* verfolgt das Leben und Schicksal der Kinder derjenigen, die in den 30er- und 40er-Jahren, teilweise darüber hinaus, in der Türkei Universitäten aufgebaut und Fachrichtungen für die Türkei begründet haben. Wie genau kam es zu der massenhaften Ausreise in die Türkei und was haben die zumeist jüdischen Deutschen dort geleistet? Haymatloz weiterlesen

Mangelware Wegbeleuchtung

Die Sportanlage Venusberg versinkt im Dunklen

 von Laila N. Riedmiller

Ein paar dieser Lampen könnten die Lösung sein. Foto: Laila N. Riedmiller
Ein paar dieser Lampen könnten die Lösung sein. Foto: Laila N. Riedmiller

Gesund studieren, diesem Anspruch wollen viele Studierende gerne gerecht werden. Angesichts des großen und vielfältigen Sportangebots der Universität in Kooperation mit dem AStA ist dies auch leicht in die Tat umsetzbar.
Zwei große universitär betriebene Sportstätten teilen sich das Angebot in Bonn, eine davon in Castell am Römerlager und eine am Venusberg nahe der Uniklinik.
Während die Sportanlage in Castell direkt an einer vielbefahrenen Straße gelegen ist, stellt sich der Sachverhalt am Venusberg jedoch anders dar. Mangelware Wegbeleuchtung weiterlesen

Aktuelles aus dem Sportreferat

Übernahme von Sportdisziplinen und anstehende Veranstaltungen

 von Laila N. Riedmiller

weight-lifting-1297690Mit der Verabschiedung einer neuen Personalrichtlinie durch die Universität ergaben sich zeitweise einige Probleme für den Bonner Hochschulsport. Die besagte Personalrichtlinie sieht nun vor, dass von der Uni bereits angestellte Menschen, bspw. SHKs oder WHKs, nicht mehr gleichzeitig über den Hochschulsport Kurse anbieten dürfen, wie dies in der Vergangenheit der Fall war. Dadurch bedingt wurden nun vom Sportreferat des AStA die Kurse Kanu, Triathlon, Tauchen und DLRG-Rettungsschwimmen übernommen und die dafür zuständigen Übungsleiter_innen unter Vertrag genommen, damit diese Angebote nicht zukünftig wegfallen. Aktuelles aus dem Sportreferat weiterlesen

„Oft kann man doch mehr machen, als man denkt“

Im Gespräch mit einem stellvertretenden Vorsitzenden des AStA

 von Clarissa Clever

Simon Merkt (JUSO HSG) im Büro des AStA-Vorsitz. Foto: Sam F. Johanns
Simon Merkt (JUSO HSG) im Büro des AStA-Vorsitz. Foto: Sam F. Johanns

Simon Merkt (JUSO HSG), der im 5.Semester Mathematik im Master studiert, ist in dieser Legislaturperiode zum ersten Mal im Vorsitz des AStA tätig. Im Gespräch mit der Friedrichs Wilhelm erzählt er vom Aufbau des Vorsitz und  seinen Aufgaben und Alltag.

FW: Hallo Simon. Schön Dich zu sehen. Du bist, mit Felix Krings (RCDS) zusammen, als stellvertretender Vorsitzender tätig. Aber was genau heißt stellvertretener Vorsitz eigentlich? Wie ist der Vorsitz aufgebaut?
Simon Merkt: Der Vorsitz muss, laut unserer Satzung,
aus einer Vorsitzenden oder einer Vorsitzenden und einer Stellvertreterin bzw. eines Stellvertreters bestehen. Zurzeit sind wir zwei Stellvertreter, unter denen es keine ,,Rangordnung“ gibt, wobei die Vorsitzende natürlich mehr Kompetenzen hat, als mehrere Stellvertreter. Der Rest, d.h. Aufbau und Organisation, wird selbst organisiert und abgesprochen. Man kann natürlich ,,stellvertreten“ bei Wort nehmen und nur dann handeln, wenn die Vorsitzende unpässlich ist. So haben wir das aber nicht aufgeteilt. Wir machen vieles gemeinsam und sprechen uns ab, so dass nicht immer alle, aber wenigstens einer bei Terminen oder zu den Sprechzeiten im AStA ist. „Oft kann man doch mehr machen, als man denkt“ weiterlesen