Helfer_innen sollen Flüchtlinge nicht zu Karneval mitbringen

Polizei irritiert mit Rundschreiben an Flüchtlingsheime

von Jana Klein

Cologne_KarnevalEin „massiertes Auftreten von Flüchtlingen und Asylbewerbern“ fürchtet man bei der Polizei NRW an Karneval. Darum forderte man Helfer_innen nun in einer Mail auf, nicht mit den Menschen aus den Heimen auf die Feste zu gehen. Helfer_innen sollen Flüchtlinge nicht zu Karneval mitbringen weiterlesen

Auch nach dem Studium frei fahren?

Bürgerticket macht Fort- und Rückschritte in Bonn

von Jana Klein

BürgerticketLaut einer Machbarkeitsstudie im Auftrag der Piratenfraktion im Land möglich, laut Stadtwerke Bonn aber nur mit einem hohen Beitrag aller Bürger_innen – das „Bürgerticket“. Seit 2013 wird es von einer aus den Kirchen heraus gegründeten Arbeitsgemeinschaft gefordert. Die Idee: ähnlich wie beim Studiticket sollen alle Bonner Bürger_innen einen monatlichen Beitrag zahlen, so dass das Lösen von Fahrscheinen im gesamten Stadtgebiet entfällt. Auch nach dem Studium frei fahren? weiterlesen

„Wir wollen für die Europäische Idee begeistern“

Im Gespräch mit den Jungen Europäischen Föderalisten Bonn

Interview von Laila N. Riedmiller

v.R.n.L: Niklas, Jan, Biljana. Foto: Samuel F. Johanns
v.R.n.L: Niklas, Jan, Biljana. Foto: Samuel F. Johanns

Biljana Vrhovac, Jan Küthe und Niklas Höhle sind drei Gesichter der JEF-Hochschulgruppe Bonn. Sie alle sind begeistert von der Europäischen Idee und haben es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen für Europa zu gewinnen.
Biljana studiert Jura und ist bereits seit 2012 bei den Jungen Europäischen Föderalisten aktiv. Über die Bekanntschaft mit ihr kamen auch Jan und Niklas zur Organisation. Jan studiert Mathematik im Master und wurde durch einen europakritischen Zeitungsartikel motiviert, sich in der von Biljana beworbenen Organisation zu engagieren. Niklas studiert Law and Economics im Bachelor. Nach dem Brexit kam für ihn die Erkenntnis, dass ein Engagement für die EU wichtig sei und dass er selbst Teil einer proeuropäischen Initiative werden müsse. „Wir wollen für die Europäische Idee begeistern“ weiterlesen

Mangelware Wegbeleuchtung

Die Sportanlage Venusberg versinkt im Dunklen

 von Laila N. Riedmiller

Ein paar dieser Lampen könnten die Lösung sein. Foto: Laila N. Riedmiller
Ein paar dieser Lampen könnten die Lösung sein. Foto: Laila N. Riedmiller

Gesund studieren, diesem Anspruch wollen viele Studierende gerne gerecht werden. Angesichts des großen und vielfältigen Sportangebots der Universität in Kooperation mit dem AStA ist dies auch leicht in die Tat umsetzbar.
Zwei große universitär betriebene Sportstätten teilen sich das Angebot in Bonn, eine davon in Castell am Römerlager und eine am Venusberg nahe der Uniklinik.
Während die Sportanlage in Castell direkt an einer vielbefahrenen Straße gelegen ist, stellt sich der Sachverhalt am Venusberg jedoch anders dar. Mangelware Wegbeleuchtung weiterlesen

Antiisraelische Boykottkampagne

…erneut zu Gast bei der Evangelischen Studierendengemeinde

 Gastartikel von Markus Diersson

Plakat mit Aufruf zum Boykott israelischer Produkte auf antiisraelischer Demonstration 2009. Foto: Glaudia Gabriela
Plakat mit Aufruf zum Boykott israelischer Produkte auf antiisraelischer Demonstration 2009. Foto: Glaudia Gabriela

Die Kampagne „Boycott, Divestment and Sanctions“ (BDS) konnte am 8. November den Film „Even though my land is burning“ von Dror Dayan in den Räumlichkeiten der Evangelischen Studierendengemeinde Bonn (ESG) in der Königstraße zeigen. Warnungen, die von mehreren Personen und Institutionen, unter anderem von Vertreter_innen des AStA-Referats für Politische Bildung, hinsichtlich des antisemitischen Charakters der Kampagne und über antisemitische Vorkommnisse am Rande früherer Vorführungen dieses Films geäußert wurden (Mailverkehr liegt vor), führten nicht zur Kündigung der Räumlichkeiten durch die ESG. Besonders bemerkenswert ist dies angesichts der Tatsache, dass bereits vor über einem Jahr Kritik an der Veranstaltung einer „Impulstagung“ des BDS geäußert wurde, die in den Räumen der ESG stattfinden konnte. Damals hatte ein Vertreter der Evangelischen Kirche im Rheinland vertröstet, man wolle die Empfehlung an die ESG aussprechen, von weiteren Raumvergaben an die BDS-Kampagne Abstand zu nehmen, weil „eine einseitige und polarisierende politische Ausrichtung auch in Zukunft nicht ausgeschlossenen werden“ könne. Antiisraelische Boykottkampagne weiterlesen

Hoch über dem Rhein

Eine Seilbahn für Bonn?

Ein Artikel aus der Projektstelle Kommunalpolitik des
Referates für Hochschulpolitik des AStAs

 Gastartikel von Daniel Dejcmann

In die Wolken- oder zumindest über den Rhein? Foto: Pixabay
In die Wolken- oder zumindest über den Rhein? Foto: Pixabay

Eine Seilbahn für Bonn schwelte als Thema schon seit vielen Jahren im Hintergrund. Grundgedanke für dieses in Deutschland bislang eher ungewöhnliche Verkehrsmittel ist es zum einen, in der verfahrenen Situation am Venusberg Abhilfe zu schaffen, wo mehr Busse mehr Rückstau hießen, eine Straßenbahn auch straßengebunden wäre und eine U-Bahn/Stadtbahn sich mehr als 100m in die Höhe kämpfen müsste. Anwohner*innen haben bereits eine Verkehrsinitative Venusberg gegründet und ein weiteres Wachstum des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Medizinischen Fakultät unserer Universität sind absehbar.
Der andere Kerngedanke ist folgender: Durch Bonn hinweg verlaufen sechs Verkehrsachsen in Nord-Süd-Richtung. Eine Seilbahn würde eine zügige Verbindung dieser Achsen in West-Ost-Richtung schaffen. Vom Hindenburgplatz in Bad Godesberg quält man sich momentan über den Hbf rund 30 Minuten nach Ramersdorf oder zum Venusberg, während eine Seilbahn die Fahrtzeit auf die kurze, direkte Luftlinie reduzieren würde. Hoch über dem Rhein weiterlesen

Karneval: Der Frohsinn als eingetragenen Verein

Ein paar Tipps für alle, die nicht Jeck sind

 von Clarissa Clever

Ist Karneval für dich ein Grauen? Kein Grund direkt zur Kreissäge zu greifen!
Ist Karneval für dich ein Grauen? Kein Grund direkt zur Kreissäge zu greifen!

Bald beginnt sie wieder- die Karnevalszeit. Für manche die fünfte Jahreszeit, in der gefeiert wird was das Zeug hält, für andere eine Zeit, in der man die Wohnung so gut es geht nicht verlässt. Oder direkt ganz aus der Stadt flüchtet.
Dieser Artikel soll ein paar grundlegende Tipps für alle geben, die nicht aus dem Rheinland stammen und keine Jecken sind, aber auch für diejenigen, die das große Leid tragen müssen und kurz nach Karneval eine Klausur schreiben müssen.
Zuerst sollte man sich informieren, wo die Umzüge der Stadt hergehen und diese Orte, zu der Zeit sowieso, aber auch davor und danach vermeiden. Dort wird mächtig was los sein und es mag für Manche wie ein Abenteuer erscheinen, die Menschenmassen zu durchqueren. Karneval: Der Frohsinn als eingetragenen Verein weiterlesen

Zwist um dezentrale Unterkunft

In Beuel gehen die Streitereien um Flüchtlingsunterkünfte in die nächste Runde

 von Jana Klein

In vollem Gange: Arbeiten an der zukünftigen Unterkunft Röhfeldstraße. Foto: jak
In vollem Gange: Arbeiten an der zukünftigen Unterkunft Röhfeldstraße. Foto: jak

45 Bewohner sollen ab November in die Beueler Röhfeldstraße ziehen. In dem alten Werksgebäude,  in dem gegenwärtig noch Umbauarbeiten in vollem Gange sind, entstehen getrennte Wohneinheiten zwischen 25 und 39 Quadratmetern. Doch nun gibt es Streit: ein Kfz-Sachverständiger, dessen Gewerbe hinter dem nun wieder Verwendung findenden Gebäude liegt, beklagt, mit dem Heim stehe seine ökonomische Existenz auf dem Spiel. Zwist um dezentrale Unterkunft weiterlesen

Stöcke statt Besen

Wenn der Hofgarten zum Quidditchfeld wird

 von Laila N. Riedmiller

Ein brutaler Kontaktsport? Foto: Sam F. J.
Ein brutaler Kontaktsport? Foto: Sam F. J.

Wer nach 1985 geboren wurde, hatte in der späten Kindheit vermutlich irgendwann die grausame Erkenntnis, dass der Brief aus Hogwarts nie verloren ging, sondern gar nicht erst verschickt wurde. Nichtsdestotrotz prägte Harry Potter inzwischen mehrere Generationen und die Geschichte des Zauberlehrlings, der gegen das Böse kämpft, inspiriert auch außerhalb der Bücher und Filme.

So haben sich vor circa 10 Jahren insbesondere in den USA und Kanada vermehrt Menschen zusammengefunden, die aus der berühmten auf Besen gespielten Sportart Quiddich eine realitätstaugliche Version entwickelt haben. Stöcke statt Besen weiterlesen

Bald Schluss mit „Lies!“-Ständen?

Land und Kommunen prüfen Maßnahmen gegen Salafisten

von Yasemin Yaşar

Nach dem Willen der FDP-Fraktion im Landtag könnte bald Schluss sein mit den Koran-Verteilaktionen von „Lies!“. Das vom Kölner „Prediger“ Ibrahim Abou-Nagie gesteuerte Netzwerk, das mittlerweile europaweit in Fußgängerzonen wie auch in Bonn Korane verteilt, ist im Visier der Behörden, weil ihm Verbindungen zum dschihadistischen Salafismus nachgesagt werden. Doch nicht nur der Plan der FDP, das Land NRW beim Bund ein bundesweites Vereinsverbot beantragen zu lassen, könnte das nahestehende Aus der Verteilaktionen bedeuten. Bald Schluss mit „Lies!“-Ständen? weiterlesen