Mangelware Wegbeleuchtung

Die Sportanlage Venusberg versinkt im Dunklen

 von Laila N. Riedmiller

Ein paar dieser Lampen könnten die Lösung sein. Foto: Laila N. Riedmiller
Ein paar dieser Lampen könnten die Lösung sein. Foto: Laila N. Riedmiller

Gesund studieren, diesem Anspruch wollen viele Studierende gerne gerecht werden. Angesichts des großen und vielfältigen Sportangebots der Universität in Kooperation mit dem AStA ist dies auch leicht in die Tat umsetzbar.
Zwei große universitär betriebene Sportstätten teilen sich das Angebot in Bonn, eine davon in Castell am Römerlager und eine am Venusberg nahe der Uniklinik.
Während die Sportanlage in Castell direkt an einer vielbefahrenen Straße gelegen ist, stellt sich der Sachverhalt am Venusberg jedoch anders dar.

Die Sportanlage ist zwar höchst modern und besitzt im Gegensatz zum Römerlager sogar eine Schleuse, durch die nur hindurchkommt, wer eine Semestersportkarte gekauft hat. Allerdings befindet sie sich sehr abgelegen hinter einem Waldstück. Wer dort hin möchte, sollte mindestens eine halbe Stunde Puffer pro Strecke einplanen – dass die Bonner Busse selten pünktlich sind, ist ein altbekanntes Problem. Jedoch sind sie häufig genug auf der Venusberg-Strecke hoffnungslos überfüllt, erst recht, seit der Fahrradbus ab dem Poppelsdorfer Platz eingestellt werden soll.
Dies führt zu einem weiteren Problem: Um von der Bushaltestelle pünktlich zur Sportanlage zu gelangen, sind etwa 10 bis 15 Fußminuten –  je nach Haltestelle –  einzuplanen. Um auch die Busse auf dem Rückweg vermeiden zu können und einfach bequem den Berg hinunterzurollen, nehmen daher viele Studierende gerne ihr Rad im Bus mit –  was bei der derzeitigen Auslastung zu den Kernzeiten jedoch kaum machbar ist, da die Busse überfüllt und/oder die Busfahrer_innen wenig diskussionsbereit sind. Den gesamten Venusberg mit dem Rad hinaufzukraxeln ist nicht nur bei feuchter Fahrbahn problematisch, die Autos fahren dort teilweise mit einem Tempo hinunter, bei dem sie gerne mal die Gegenfahrbahn schneiden und auch bei trockenem Wetter kann man sich den Sport eigentlich sparen, wenn man es erst mal nach oben geschafft hat.

So bleibt dann zumeist, insbesondere bei schlechtem Wetter, nur der Fußweg übrig.
Dieser jedoch ist vor allem abends nur sehr schlecht ausgeleuchtet und daher dunkel, zudem handelt es sich hierbei eher um einen unbefestigten Trampelpfad quer durch den Wald. Besonders in der kalten und regnerischen Jahreszeit wird er dadurch nur schwer nutzbar. Wer ausweichen möchte, kann zwar bis zur Jugendherberge fahren und einen geteerten Weg nehmen, dieser jedoch ist vollkommen frei von Beleuchtung. Selbst mit Taschenlampe fällt es schwer, überhaupt etwas zu erkennen und auch dann führt die Abgeschiedenheit allzu häufig dazu, dass man nur als Gruppe gehen möchte oder aber laut die Freundesliste abtelefonieren muss, um sich nicht ganz so ausgeliefert zu fühlen. Für Personen, die bereits in der Vergangenheit Erfahrungen mit Übergriffen an dunklen Orten machen mussten, wird der Weg dann zum Problem, davon abgesehen ist auch das generelle Unfallrisiko nicht unerheblich.
Aus diesem Grund entscheiden sich die meisten Sporttreibenden am Ende doch für den Trampelpfad durch den Wald, da dieser zumindest streckenweise schummrig beleuchtet ist.  Angenehm findet dies aber kaum jemand.

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