Mensa bald im Freien?

Der Abriss der Mensa-Nassestraße und die möglichen Zwischenlösungen

An vielen Studierenden ist es bis jetzt vorbei gegangen, aber genau wie die Campusmensa in Poppelsdorf soll nun auch die Mensa in der Nassestraße erneuert werden. Dem ganzen Mensagebäude inklusive dem AStA steht der Abriss bevor. Schon lange laufen die Verhandlungen zwischen der Universität, der Stadt und dem Studierendenwerk darüber, wie es nun weitergehen soll. Geplant ist der Abriss für das Frühjahr 2020, geplante Sanierungsdauer: 3 Jahre. 3 Jahre in denen die Studierenden von Juridicum, Hauptgebäude und Co., von vier der sieben Fakultäten, wo essen gehen?

Genau das ist die entscheidende Frage, die im Moment die Gemüter bei allen drei Partnern erhitzt. Das zuständige Komitee hat sich inzwischen für den Entwurf eines Architekten entschieden, die Pläne liegen vor. Was immer noch nicht vorliegt, ist die Interimslösung, der Ort, wo die Mensagängerinnen und Mensagänger in Zukunft hingehen können.

Wie auch in Poppelsdorf ist ein mehrstöckiges Zelt geplant, welches die Essensausgabe für die Zeit der Sanierung beherbergen wird. Das Problem an dieser Stelle: Wo soll dieses Zelt stehen?

Lange Zeit wurde dieser Punkt zum Zankapfel zwischen Universität, Stadt und Studierendenwerk. Bisher wurden als Standort gehandelt die Wiese beim Alte Zoll, die Grünfläche vor der ULB, der Parkplatz des Juridicums, das hintere Ende des Hofgartens vor dem akademischen Kunstmuseum und der Kaiserplatz. Abgelehnt wurden diese Alternativen alle von Universität oder Stadt aus den üblichen Gründen: Sanierungsmaßnahmen, Denkmalschutz, dadurch fehlende Mieteinnahmen, dem Beethoven-Jubiläum 2020 oder dem zerstörten Blick auf großartige Sehenswürdigkeiten der Bundesstadt.

Unterdessen schreitet die Zeit immer weiter fort und unklar bleibt weiterhin, wie zahllose Studierende pro Tag versorgt werden sollen. Nach einem offenen Brief des Studierendenparlamentes an die Streithähne hat die Uni die Angelegenheit jetzt zur „Chefsache“ erklärt. Die drei Parteien arbeiten konstruktiv zusammen, um eine Lösung zu finden. Mögliche Standorte zum jetzigen Zeitpunkt sind das Ende der Hofgartenwiese, der Parkplatz neben oder die Rasenfläche vor der Bibliothek.

Wie sich diese konstruktive Arbeit entwickelt und zu welchen Ergebnissen die Bemühungen im wiederholten Anlauf kommen werden ist noch offen. Für alle Mensagänger*innen bleibt es weiterhin spannend. Wird er oder sie bald unter freiem Himmel essen gehen müssen oder ganz leer ausgehen?

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