Universität besiegelt das Aus der eigenständigen Rheinischen Landesgeschichte – Ende einer fast 100 jährigen Tradition.

F1000006In Folge weitreichender fakultätsübergreifender Sparmaßnahmen hat die Universität die Zusammenlegung der Lehrstühle für Rheinische Landesgeschichte und der Geschichte der Frühen Neuzeit beschlossen. Diese Fusion bedeutet eine erhebliche Beschränkung zweier traditioneller Forschungsfelder der Bonner Geschichtswissenschaft und das Ende der eigenständigen Rheinischen Landesgeschichte. Mit ihrer fast 100jährigen Geschichte ist die Landesgeschichte einer der traditionsreichsten Bonner Lehrstühle überhaupt und ein Alleinstellungsmerkmal unserer Universität. Er zeichnet sich insbesondere durch seine enge landesweite Vernetzung mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie Archiven, Museen und Bibliotheken aus und bietet Studenten und Doktoranden ideale Voraussetzungen für Studium und Forschung. Darüber hinaus ist er Anlaufstelle für Kommunen und staatliche Organe.
Um für den Erhalt des Lehrstuhls einzutreten, hat der Bonner Historiker Christoph Kaltscheuer im Namen des Nordrhein-Westfälischen Arbeitskreises Spätmittelalter und Frühe Neuzeit eine Online-Petiton ins Leben gerufen ( https://www.openpetition.de/petition/online/erhalt-des-lehrstuhls-fuer-rheinische-landesgeschichte-an-der-universitaet-bonn ) Bis heute haben über 3600 Personen die Petition gezeichnet und sich für die Fortführung einer eigenständigen Landesgeschichte in Bonn ausgesprochen.

Christoph Kaltscheuer hebt nicht nur die zentrale Bedeutung des Lehrstuhls für die Erforschung der rheinischen Geschichte hervor, auch die Qualität der Lehre könne nicht aufrecht erhalten werden.

In den vergangenen Wochen haben zahlreiche rheinische Geschichtsvereine, Politiker und Kulturschaffende Briefe verfasst, in dem Sie die Universität auffordern, sich Ihrer Wurzeln, die sie als Rheinische-Friedrich-Wilhelms Universität auch im Namen trägt, zu vergewissern.

Paula Zeiler

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