„Ende mit dem Demokratiewahn!“

Kommentar von Laila Riedmiller und Samuel F. Johanns

Die beiden OB-Wahlen in Köln und Bonn haben es einmal mehr bewiesen: Niemand will wirklich ernsthaft Demokratie und Wahlrecht!demokrat In Bonn wählten nur circa 45% der Bevölkerung (davon vermutlich ein Großteil gekaufte Wähler, um die Demokratie zu wahren), in Köln waren es nur 40%. In Köln kam erschwerend hinzu, dass aufgrund schlampiger bürokratischer Arbeit sämtliche Wahlzettel neu gedruckt werden mussten, was einen erheblichen Kostenaufwand bedeutet.
Schlampige Behördenarbeit ist Resultat mangelnder Strafmaßnahmen, die für Demokratien typisch sind.
Es ist kein Zufall, dass Staaten, in denen Wahlhelfer und Angestellte willkürlich an die Wand gestellt werden, eine wesentlich höhere Arbeitseffizienz und Sorgfalt aufweisen! „Ende mit dem Demokratiewahn!“ weiterlesen

Rechtswidrige Anwesenheitspflicht? Wir können helfen!

vom Referat für Hochschulpolitik

Die neue Fassung des im letzten Jahr geänderten Hochschulgesetzes hat noch einmal klargestellt, dass eine „verpflichtende Teilnahme der Studierenden an Lehrveranstaltungen“ nur ausnahmsweise in Fällen vorgesehen werden kann, in denen das „prägende Hauptlernziel“ einer Veranstaltung nicht ohne physische Präsenz erreicht werden kann. Dies ist etwa bei Praktika, praktischen Übungen und Sprachkursen der Fall, nicht aber, „[s]obald es mindestens im selben Maß um die Vermittlung von fachlichen Kompetenzen und Fähigkeiten geht“ (Einführungshinweis des MIWF vom 30. September 2014). Wo sie überhaupt noch möglich ist, muss die Pflicht außerdem verhältnismäßig ausgestaltet sein. Rechtswidrige Anwesenheitspflicht? Wir können helfen! weiterlesen

Hochschulfinanzierung

Zwischen Exzellenz und Sparuni

Ständig muss die Uni sparen – ganze Fachbereiche werden auf das Abstell gleis gestellt und laufen aus. Zurzeitsollen 17 Professuren gestrichen bzw. nicht mehr neu besetzt werden. Damit soll dem strukturellen Defizit der Uni beigekommen werden. 2013 betrug das Defizit 10 Millionen Euro. Da dafür die wegfallenden Professuren offensichtlich nicht ausreichen werden, ist schon jetzt absehbar, dass weiter gekürzt wird.

Gleichzeitig hat die Uni ihre Einnahmen in den letzten 10 Jahren um 60% gesteigert und eilt von einem Drittmittelrekord zum nächsten. Seit 2004 haben sich die Drittmitteleinnahmen verdreifacht. Geld sollte also eigentlich genug da sein, doch warum ist unsere Universität trotzdem dauerpleite? Hochschulfinanzierung weiterlesen

„Folgt immer eurer Leidenschaft und seid motiviert!“

Im Gespräch mit Daron Acemoglu

MIT-Ökonom: Prof. Daron Acemoglu
MIT-Ökonom: Prof. Daron Acemoglu

Prof. Daron Acemoglu ist einer der am meisten zitierten Ökonomen weltweit. Er forscht unter anderem in Politischer Ökonomie und ist mit James A. Robinson Autor des Bestsellers „Why Nations Fail“. In diesem untersucht er, warum es derartig starke Wohlstandsunterschiede zwischen Völkern gibt und kommt zu dem Schluss, dass vor allem Institutionen darüber entscheiden, ob ein Land reich oder arm wird. Er kam im Rahmen der Machot Lecture nach Bonn und gab der BAStA ein Interview. Die Manchot Lecture ist eine jährlich in Bonn stattfindende Vortragsreihe berühmter Ökonomen. 2008 war James Tirole zu Gast, welcher im letzten Jahr den Wirtschaftsnobelpreis verliehen bekommen hat. „Folgt immer eurer Leidenschaft und seid motiviert!“ weiterlesen

Das kostspielige Chaos der Abteilung Wohnen

Eine spontan angekündigte Mieterhöhung, diese wieder zurückgenommen, da sie falsch berechnet wurde und jetzt eine rückwirkende Mieterhöhung. Geht das überhaupt und warum greift die Abteilung Wohnen des Studierendenwerkes auf so fragwürdige Methoden zurück?

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„Als Universität müssen wir gemeinsam agieren!“ – Im Gespräch mit Prof. Dr. Michael Hoch

Prof. Dr. Michael Hoch
Prof. Dr. Michael Hoch

Die Universität Bonn hat zum Sommersemester 2015 einen neuen Rektor. Prof. Dr. Michael Hoch ist im Dezember 2014 vom Hochschulrat einstimmig zum neuen Rektor gewählt worden und hat bereits eine bewegte Vergangenheit an unserer Universität. Darüber und was er sich für seine Amtszeit vorgenommen hat, haben wir mit ihm für euch gesprochen.

„Als Universität müssen wir gemeinsam agieren!“ – Im Gespräch mit Prof. Dr. Michael Hoch weiterlesen

Stellenkürzungen – Nichts Neues für kleine Fächer?

aus der Reihe „Schön (und) selten – Orchideenfächer an der Uni Bonn“

Dass in der diesjährigen Sparrunde alle Fakultäten von Kürzungen betroffen sind, ist bekannt. Doch wie sieht es bei den Stiefkindern der Alma Mater, den kleinen Fächern aus? Nach Jahren des Darbens scheinen die Institute dieser Fächer eher „einsparungsgewohnt“.

Ich konnte den de facto Institutsleiter der Keltologie, Dr. Gisbert Hemprich zu einem Interviewtermin treffen und dazu befragen.

MK: Herr Hemprich, dieses Jahr müssen ja alle mit sparen. Macht sich das bei den kleinen Fächern wie der Keltologie überhaupt noch bemerkbar? Stellenkürzungen – Nichts Neues für kleine Fächer? weiterlesen

Universität besiegelt das Aus der eigenständigen Rheinischen Landesgeschichte – Ende einer fast 100 jährigen Tradition.

F1000006In Folge weitreichender fakultätsübergreifender Sparmaßnahmen hat die Universität die Zusammenlegung der Lehrstühle für Rheinische Landesgeschichte und der Geschichte der Frühen Neuzeit beschlossen. Diese Fusion bedeutet eine erhebliche Beschränkung zweier traditioneller Forschungsfelder der Bonner Geschichtswissenschaft und das Ende der eigenständigen Rheinischen Landesgeschichte. Mit ihrer fast 100jährigen Geschichte ist die Landesgeschichte einer der traditionsreichsten Bonner Lehrstühle überhaupt und ein Alleinstellungsmerkmal unserer Universität. Er zeichnet sich insbesondere durch seine enge landesweite Vernetzung mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie Archiven, Museen und Universität besiegelt das Aus der eigenständigen Rheinischen Landesgeschichte – Ende einer fast 100 jährigen Tradition. weiterlesen