„Wirtschafts-Wissenschaft!“

Zur feierlichen Eröffnung des Akademischen Jahres 2015/16

von Tobias Panthel

wiwiBöse Zungen behaupten ja, dass das Gegenteil von gut nicht schlecht, sondern gut gemeint sei. Bei der Eröffnungsfeier des Akademischen Jahres 2015/2016 in der Aula der Universität am 19. Oktober hätte man jedenfalls zu diesem Gedanken kommen können. Wir schreiben das Jahr 2015 und man rühmt sich tatsächlich damit, dass nun endlich mehr Studenten [sic!] bei diesen Feierlichkeiten anwesend seien, dass die Universität Bonn in Zukunft auch gerne gute Lehre (und nicht nur elitäre Forschung) haben möchte und schließlich, dass man sogar eine Prorektorin für digitale Angelegenheiten habe. Hört, hört, das muss dieser Fortschritt sein von dem immer alle reden. „„Wirtschafts-Wissenschaft!““ weiterlesen

„Der wirtschaftliche Druck wird wachsen“

Jürgen Huber ist der neue Geschäftsführer des Studierendenwerks Bonn. Ein Gespräch über Pläne und Ziele. 

Interview von Ronny Bittner

fw: Seit dem 1. Juli 2015 sind Sie neuer Leiter des Studierendenwerkes Bonn. War das schon immer ein Traum von Ihnen? Wie sehen Sie Ihre neue Herausforderung?

Foto: Barbara FRommann
Foto: Barbara Frommann/Studierendenwerk

Huber: Ich habe in meinem wirtschaftswissenschaftlichen Studium bereits einen Schwerpunkt auf öffentliche Unternehmungen und Sozialpolitik gelegt. Es war für mich recht früh klar, dass ich beruflich im Non-Profit-Bereich Fuß fassen möchte. Ich bin lange Jahre als Verwaltungsdirektor und Geschäftsführer im Bereich des Krankenhaus-Managements tätig gewesen. „„Der wirtschaftliche Druck wird wachsen““ weiterlesen

Welche Aufklärung leistet Bravo überhaupt noch?

Ein zweiter Blick auf die Internetseite des Jugendmagazins

von Jana Klein

Die 100 Flirttipps der Bravo waren kein Fehltritt in einem sonst auf Aufklärung gerichteten Angebot an Kinder und Jugendliche. Im interaktiven Webauftritt des Magazins wimmelt es nur so von Misogynie.

Die Pubertät ist eine Zeit voller Unsicherheit, Ängsten und neuen, verwirrenden Gefühlen. Die Erfahrung der erwachenden Sexualität wäre so schon heftig genug, wenn nicht auch noch die ganzen Veränderungen der Körper und ihre Ausdifferenzierung in »weiblich« und »männlich« hinzukommen würden. Eine Lebensphase also, in der Jugendliche jedes Anrecht darauf hätten, dass wir ihnen Aufklärung, Sicherheit, Unterstützung bieten. Sie, sprichwörtlich, ein bisschen an die Hand nehmen, ohne in ihre Räume, ihre Freiheiten, ihre Intimsphären einzudringen. „Welche Aufklärung leistet Bravo überhaupt noch?“ weiterlesen

Liebe Studenten, Facebookcommunity und alle Flüchtlingshelfer,

Kolumne von Jana Klein

ich habe beim Aufräumen noch ein paar alte, aber undurchlöcherte Socken gefunden. Sind in Größe 38-41 und schlicht schwarz. Weiß jemand jemanden, der sie gebrauchen kann? Ich habe mein Gesuch auch schon in diverse Unterstützergruppen bei facebook gepostet. Könnt ihr mein Gesuch vielleicht weiterleiten! ich wär euch echt MEGA dankbar
Herzi, eure Jana „Liebe Studenten, Facebookcommunity und alle Flüchtlingshelfer,“ weiterlesen

„Ende mit dem Demokratiewahn!“

Kommentar von Laila Riedmiller und Samuel F. Johanns

Die beiden OB-Wahlen in Köln und Bonn haben es einmal mehr bewiesen: Niemand will wirklich ernsthaft Demokratie und Wahlrecht!demokrat In Bonn wählten nur circa 45% der Bevölkerung (davon vermutlich ein Großteil gekaufte Wähler, um die Demokratie zu wahren), in Köln waren es nur 40%. In Köln kam erschwerend hinzu, dass aufgrund schlampiger bürokratischer Arbeit sämtliche Wahlzettel neu gedruckt werden mussten, was einen erheblichen Kostenaufwand bedeutet.
Schlampige Behördenarbeit ist Resultat mangelnder Strafmaßnahmen, die für Demokratien typisch sind.
Es ist kein Zufall, dass Staaten, in denen Wahlhelfer und Angestellte willkürlich an die Wand gestellt werden, eine wesentlich höhere Arbeitseffizienz und Sorgfalt aufweisen! „„Ende mit dem Demokratiewahn!““ weiterlesen

Rechtswidrige Anwesenheitspflicht? Wir können helfen!

vom Referat für Hochschulpolitik

Die neue Fassung des im letzten Jahr geänderten Hochschulgesetzes hat noch einmal klargestellt, dass eine „verpflichtende Teilnahme der Studierenden an Lehrveranstaltungen“ nur ausnahmsweise in Fällen vorgesehen werden kann, in denen das „prägende Hauptlernziel“ einer Veranstaltung nicht ohne physische Präsenz erreicht werden kann. Dies ist etwa bei Praktika, praktischen Übungen und Sprachkursen der Fall, nicht aber, „[s]obald es mindestens im selben Maß um die Vermittlung von fachlichen Kompetenzen und Fähigkeiten geht“ (Einführungshinweis des MIWF vom 30. September 2014). Wo sie überhaupt noch möglich ist, muss die Pflicht außerdem verhältnismäßig ausgestaltet sein. „Rechtswidrige Anwesenheitspflicht? Wir können helfen!“ weiterlesen

Hochschulfinanzierung

Zwischen Exzellenz und Sparuni

Ständig muss die Uni sparen – ganze Fachbereiche werden auf das Abstell gleis gestellt und laufen aus. Zurzeitsollen 17 Professuren gestrichen bzw. nicht mehr neu besetzt werden. Damit soll dem strukturellen Defizit der Uni beigekommen werden. 2013 betrug das Defizit 10 Millionen Euro. Da dafür die wegfallenden Professuren offensichtlich nicht ausreichen werden, ist schon jetzt absehbar, dass weiter gekürzt wird.

Gleichzeitig hat die Uni ihre Einnahmen in den letzten 10 Jahren um 60% gesteigert und eilt von einem Drittmittelrekord zum nächsten. Seit 2004 haben sich die Drittmitteleinnahmen verdreifacht. Geld sollte also eigentlich genug da sein, doch warum ist unsere Universität trotzdem dauerpleite? „Hochschulfinanzierung“ weiterlesen

„Folgt immer eurer Leidenschaft und seid motiviert!“

Im Gespräch mit Daron Acemoglu

MIT-Ökonom: Prof. Daron Acemoglu
MIT-Ökonom: Prof. Daron Acemoglu

Prof. Daron Acemoglu ist einer der am meisten zitierten Ökonomen weltweit. Er forscht unter anderem in Politischer Ökonomie und ist mit James A. Robinson Autor des Bestsellers „Why Nations Fail“. In diesem untersucht er, warum es derartig starke Wohlstandsunterschiede zwischen Völkern gibt und kommt zu dem Schluss, dass vor allem Institutionen darüber entscheiden, ob ein Land reich oder arm wird. Er kam im Rahmen der Machot Lecture nach Bonn und gab der BAStA ein Interview. Die Manchot Lecture ist eine jährlich in Bonn stattfindende Vortragsreihe berühmter Ökonomen. 2008 war James Tirole zu Gast, welcher im letzten Jahr den Wirtschaftsnobelpreis verliehen bekommen hat. „„Folgt immer eurer Leidenschaft und seid motiviert!““ weiterlesen