Julia Caesar

Shakespeare Company mit zeitgenössischer Interpretation des Klassikers

 Gastbeitrag der BUSC

juliacaesarwebDiesen Winter spielt die Bonn University Shakespeare Company e.V. eine moderne Inszenierung von Shakespeares politischem Klassiker, der zeitloser nicht sein könnte. Julia Caesar ist die mächtigste Frau Roms. Während sich die politische Elite in dem damit einhergehenden Status Quo langweilt, neiden einige Verschwörer Caesar ihre Position. Trotz Demonstrationen im Inneren und Terrordrohungen von außen planen sie die Ermordung Caesars im Senat. Als ihnen dies gelingt, reichen ein unentschlossener Moment und eine der besten Reden in Shakespeares Werk um die Stimmung im Volk kippen zu lassen und einen Bürgerkrieg mit ungewissem Ausgang zu entfachen.

„Julius Caesar“ ist in seiner politischen Brisanz auch heute noch relevant. Gepaart mit der Frustration über zu wenig Frauenfiguren bei Shakespeare (und leider auch in modernen Geschichten) kam dann die Idee auf, auch die Titelfigur weiblich zu besetzen. Hoch aktuell in Zeiten von Angela Merkel, Theresa May und Hillary Clinton.

Die Bonn University Shakespeare Company ist ein gemeinnütziger Verein, der vor 24 Jahren am Englischen Seminar der Uni Bonn entstand. Seitdem produziert die studentisch geprägte Laiengruppe zwei Theaterstücke im Jahr, aber begrenzt sich nicht nur auf Shakespeare.

Termine
8.,9.,10., + 12.,13.,14.,15.12. in der Brotfabrik Bühne Beuel, jeweils 20 Uhr

Studentenverbindungen und ihre Rituale

Eine kleine Einleitung

 von Jan Bachmann

Historische Zeichnung von  C. W. Allers von 1902
Historische Zeichnung von C. W. Allers von 1902

Im studentischen Verbindungsleben gibt es zahlreiche Rituale und Bräuche. Natürlich sind diese Rituale je nach Art der Verbindung und nach Sitte in der einzelnen Verbindung sehr verschieden.

Farben und Bänder
Den meisten Studierenden dürften schon die bunten Bänder aufgefallen sein, die viele Verbindungsstudenten tragen. Während die Bänder von Burschen, also den Vollmittgliedern einer Verbindung in der Regel drei Farben haben, haben die Bänder der Füchse, also der Neumitglieder, die noch in einer Art Probezeit sind, zwei Farben. Die jeweils älteste Verbindung in einer Stadt darf die Farben Schwarz, Rot und Gold tragen. In Bonn ist dies die Burschenschaft Alemannia. Zusätzlich gibt es auch noch Uniformen, verschiedene Formen von Mützen und auch Degen, bzw. Zierdegen, da das Tragen von Degen in der Öffentlichkeit in der Regel untersagt ist. All dies wird jedoch nur selten zu wichtigen Anlässen getragen. Studentenverbindungen und ihre Rituale weiterlesen

Musische Verbindungen

Warum Ideologie nicht immer vorrangig in studentischen Korporationen ist.

 von Jan Bachmann

Nicht jede Verbindung schlägt Narben, einige schlagen lieber Saiten: So in etwa könnte man die oftmals nicht minder traditionsreichen musikalischen Verbindungen in deutschen Universitätsstädten beschreiben. Nicht an konfessionelle oder politische Merkmale in der Auswahl ihrer Mitglieder beschränkt, wobei hier Unterschiede zwischen den diversen Vereinigungen bestehen, was konventionelle Kriterien, insbesondere Geschlecht, bei der Aufnahme von Neulingen (Fuchsen) angeht. Musische Verbindungen weiterlesen

Verbindung gleich Verbindung?

Eine kleine Typologie der Verbindungen

 von Jan Bachmann

chargierte_der_regiomontana_koenigsberg_1930
Seit dem frühen 20. Jahrhundert gab es auch Frauen im Verbindungswesen. Chargierte der ostpreußischen Damenschaft Regiomontana Königsberg. Historisches Foto von 1930

In der Diskussion über Studentenverbindungen fällt auf, dass der Begriff Burschenschaft oft stellvertretend für alle Arten von Studentenverbindungen benutzt wird, dabei sind nur ein Teil der Studentenverbindungen Burschenschaften.

Landsmannschaften und Corps
Landsmannschaften waren ursprünglich reine Zweckverbände mit Zwangsmitgliedschaften, die Studenten eines Landes zusammen schlossen.  Nachdem sie weitestgehend ausgestorben waren bildeten sich im frühen 19. Jahrhundert neue Landsmannschaften, denen man jedoch unabhängig von der eigenen Herkunft beitreten konnte. Bereits einige Zeit vor den neuen Landsmannschaften bildeten sich Corps. Verbindung gleich Verbindung? weiterlesen

Womit sehen sich Verbindungen heute konfrontiert?

Ein kurzer Scan

Kommentar von Clarissa Clever

In unserer heutigen Zeit sehen sich Verbindungen, also Verbindungsstudenten mit immer häufig widerkehrenden Bildern und Vorurteilen ihrer Umwelt konfrontiert. Doch sind diese berechtigt?
Wenn man sich eine Verbindung vorstellt, denkt man meistens an eine Gruppe rechtsradikaler, junger Männer, die sich täglich komatös betrinken. Dies ist jedoch schon längst nicht mehr der Fall. Womit sehen sich Verbindungen heute konfrontiert? weiterlesen

Verbindungen – noch zeitgemäß?

Warum Verbindungen häufig unter einem falschen Licht betrachtet werden

Kommentar von Clarissa Clever

´

NS-Propaganda gegen Studentenverbindungen. 1935
NS-Propaganda gegen Studentenverbindungen. 1935

Viele Verbindungen, beispielsweise Corps und Burschenschaften müssen sich heute immer noch mit vielen, teilweise weitreichenden Vorurteilen auseinandersetzen. Im Folgenden sollen die Vorwürfe näher beleuchtet werden und ob diese zutreffen und gerechtfertigt sind.
Zuerst sollte gesagt werden, dass es bedenklich ist allgemein über Verbindungen und Burschenschaften zu sprechen. Jede hat andere Grundsätze und Prinzipien, was eine konkrete Diskussion erschwert. Allein deshalb sind viele Vorwürfe nichts anderes als Vorurteile und sollten demnach nicht in ihrer ganzen Dimension ernst genommen werden. Verbindungen – noch zeitgemäß? weiterlesen

Tradition um der Tradition willen ist ein überholtes Konzept

Ein kritischer Blick auf das Verbindungswesen

Kommentar von Laila N. Riedmiller

Karikatur: Jan Bachmann
Karikatur: Jan Bachmann

Zu Beginn soll klargestellt werden, dass dieser Artikel nicht den Anspruch erhebt, sich in aller Vollständigkeit mit allen Phänomenen von Verbindungen, Corps und Burschenschaften auseinanderzusetzen. Hierfür wären wesentlich mehr als 4000 Zeichen erforderlich.
Allerdings sollen einige der Argumente zusammengefasst und beleuchtet werden, die im Allgemeinen als Kritikpunkte an Verbindungen und Burschenschaften herangetragen werden. Wenn ich im Folgenden von „Verbindungen etc.“ spreche, soll dies auch Burschenschaften der Einfachheit halber mit einschließen, natürlich jedoch in dem Bewusstsein, dass eine Pauschalisierung gleich welcher Art Teil des Problems bei der Debatte über studentische Verbindungen ist und kein Teil der Lösung. Tradition um der Tradition willen ist ein überholtes Konzept weiterlesen

Unis tun sich manchmal schwer mit ihren Purschen

2015 wurde die Jubiläumsfeier der Bochumer Ruhr-Uni von Protesten überschattet

von  Jana Klein

Man dulde keine fremdenfeindlichen, rassistischen oder rechtsextremen Tendenzen, keinen Links- oder Ausländerextremismus, keine frauenfeindliche oder sexistische Propaganda auf der 50-Jahr-Feier, so hatte es in der „Streckenordnung“ der Bochumer Ruhr-Universität letztes Jahr geheißen. Doch unter den 1200 Ständen, die dann die Route zwischen der Uni und der Bochumer Innenstadt säumten, waren auch solche diverser Burschenschaften. Das hatte bereits im Vorfeld der Feierlichkeiten für Protest unter Studierenden und Mitarbeiter_innen der Universität gesorgt. Als sich die Universitätsleitung auf die Forderungen nach Ausschluss der problematischen Gruppen, unter ihnen etwa die Prager Burschenschaft Arminia zu Bochum, Mitglied im rechten Dachverband „Deutsche Burschenschaft“, nicht einließ, kündigten diverse Gruppen Protest an. Unis tun sich manchmal schwer mit ihren Purschen weiterlesen

Rede zur Eröffnung des Akademischen Jahres 2016/2017 am Dienstag, den 18. Oktober 2016

 von AStA-Vorsitz Alena Schmitz

Schmitz bei Rede zur Eröffnung des Akademischen Jahres. Foto: Ronny Bittner
Schmitz bei Rede zur Eröffnung des Akademischen Jahres. Foto: Ronny Bittner

Sehr geehrter Herr Rektor Hoch,
sehr geehrte Prorektorinnen, Prorektoren und Spektabilitäten,
liebe Studierende, Professorinnen und Professoren, liebe Gäste,

herzlich willkommen zur Eröffnung des Akademischen Jahres 2016/2017. Diese Veranstaltung reiht sich ein in eine ganze Reihe von Semesteranfangsevents: Die Einweihung der neuen Poppelsdorfer Mensa, der Semestereröffnungsgottesdienst, das Ersti-Welcome, die AStA-Semesteranfangsparty, diverseste Instituts- und Fachschaftsveranstaltungen. Bei allen wird, wie immer, viel geredet. Doch mit wem? Rede zur Eröffnung des Akademischen Jahres 2016/2017 am Dienstag, den 18. Oktober 2016 weiterlesen

„Wir möchten auf Augenhöhe sprechen“

Das Beratungsangebot Studieren mit Kind im AStA Bonn

 im Interview mit Lena Schmoll

FW: Lena, du berätst seit viereinhalb Jahren Studierende, die entweder ein Kind erwarten oder bereits haben. Was war für dich damals der Auslöser?
Lena: Ich war damals selbst schwanger und kann daher die Situation gut nachvollziehen, in der sich viele Studierende mit Kind befinden. Die Beratung gibt es aber schon länger.

FW: Wie viele Leute seid ihr aktuell in der Beratung?
Lena:  Momentan sind wir zu zweit.

FW: Wie würdest du  den Andrang beschreiben, kommen viele Menschen zu euch in die Beratung?
Lena: Die Beratung ist auf jeden Fall gut besucht, es gibt auch mal ruhige Tage, manchmal steht eine Schlange vor der Tür.

FW: In welcher Situation kommen denn die Studierenden zu dir?

„Wir möchten auf Augenhöhe sprechen“ weiterlesen