Editorial #8

laila.rDer Frühling bricht aus und mit ihm nach weit verbreitetem Verständnis die überschäumenden Gefühle. Love is in the air, wir schweben glücklich durch eine Welt voller Seifenblasen und alles ist schön… oder so. Grund genug für uns, uns in dieser Ausgabe mit dem Themenfeld Liebe und Sexualität zu beschäftigen. Wir nehmen die aktuelle Schadensersatzforderung der Band Rammstein beim Landgericht Bonn zum Anlass, uns mit der von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien veranlassten Indizierung ihres Albums auseinanderzusetzen, das eindeutige Bezüge zur BDSM-Szene hat und schlüsseln auf, wieso sowohl die Indizierung als das anschließende aufhebende Urteil Vorurteile gegenüber Fetischen und Sadomasochismus weiter aufrechterhalten.
Auch Sexarbeit ist ein Thema für uns, in dieser Ausgabe lest ihr ein Essay, das sich mit der Objektifizierung von Frauen und der Stigmatisierung derer, die Sexarbeit leisten, auseinandersetzt.
Warum sich eine Feministin in Onlinedatingportalen herumtreibt und was dies hervorruft sowie die Frage, weshalb manche Postfächer leer bleiben, wird euch in dieser Ausgabe ebenfalls beantwortet. Außerdem könnt ihr eine denkwürdige Begegnung im Zug miterleben.

Bereits in den vergangenen Ausgaben machten wir Antisemitismus zum Thema. Unverändert hoch ist die Anzahl antisemitischer Vorfälle in Deutschland. In der Diskussion darüber werden Rassismus und Antisemitismus begrifflich häufig vermischt. Ein Gastbeitrag möchte klarstellen, warum diesem Gleichsetzung fehl am Platze ist.
Außerdem blicken wir auf die Drohung des Katzenbuchautoren und Hobbyrassisten aus Bonn, Akif Pirincci, der in einem Aufruf ankündigte, seine Gefolgschaft werde den linkspolitischen Buchladen Le Sabot stürmen.

Wir wünschen euch viele interessante Einblicke und freuen uns über Diskussionsbeiträge eurerseits.

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