„Wir wollen einfach mal sehen wie lange das gut geht!“

Über das Forschungsprojekt „Viktoria!“

 Satire von Lupf Lapumaduler

Probantinnen

Versuchstiere auf dem Testgelände mit Wärtern. Foto: Laila N.R.

Forschung: Seit einigen Monaten bereits macht das „Ständige Institut für gesamten und natürlichen Ausfall“ (SIGNA) nun eine Langzeitstudie in der Bonner Innenstadt. Ein Sprecher zeigte sich mit dem bisherigen Verlauf der Studie zufrieden und erklärte uns, was es mit dem Projekt auf sich habe: „Die Forschung hier verfolgt gleich zwei Schwerpunkte, den architektonisch-baulichen und einen sozialen. Zum einen wollen wir einfach wissen, wann genau so ein eigentlich noch intakter Häuserblock einkracht, wenn man ihn überhaupt nicht mehr nutzt. Und zum anderen wollen wir gucken, wie lange die Leute sowas mitmachen (lacht hämisch). Unser erster Teil des Experiments, die Leute hier mit einer sinnlosen Shopping Mall zu malträtieren, wurde ja schon abgewehrt, jetzt sind wir gespannt, wie sich die Versuchsratten so in Runde zwei schlagen.“
Derweil hat die Uni bereits ihr Wohlgefallen an der Aktion bekundet. Diese führt in direkter Nachbarschaft zum Experimentierfeld der SIGNA bereits länger ein ähnliches soziales Experiment durch. Hier forscht man mit einem Altbau und wie sich Studierende verhalten, wenn sie in einem bleiwasserverseuchten Gebäude arbeiten sollen an dem ständige, laute und störende Baumaßnahmen durchgeführt werden und das dennoch bald durch eine geplante Überfüllung mit Büchern zum Zusammenbruch gebracht werden soll. Die Türme habe man repariert, der Rest von dem Gebäude wird nun statisch instabil belassen und weiter gefährdet. Man erhofft sich auch Rückschlüsse darauf, ob Menschen angesichts akuter Gefahren irgendwann ein kritisches Verhältnis zu bürokratischen Prozessen entwickeln oder nicht.

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