„Das Finanzreferat ist der Maschinenraum des AStA“

FW im Interview mit Finanzreferent Mika Bele (Juso HSG)

 

Foto: Ronny Bittner
Foto: Ronny Bittner

Seit Anfang Juni befindet sich Mika Beele (Jusos) nun im Amt des Finanzreferenten des Bonner AStA. Es handelt sich beim Finanzreferat um kein Referat mit Sprechstunden, sondern es ist der Dreh- und Angelpunkt für alles, was mit den Finanzen des AStA zu tun hat. Grund genug für uns, Mika zu treffen und das Finanzreferat vorzustellen.

FW: Hallo Mika, schön dass du die Zeit gefunden hast und herzlichen Glückwunsch zur Wahl. Was hat dich dazu motiviert, als Finanzreferent zu kandidieren?
Mika: Ich finde es sehr spannend, mich mit den Finanzen zu beschäftigen. Denn nicht hinter jeder Nummer steht eine politische Aktion oder Veranstaltung, doch hinter jeder Aktion oder Veranstaltung stehen die Finanzen. Ohne sie ist politisches Engagement nicht möglich und gerade diese Infrastruktur ist unglaublich wichtig.

FW: Was sind denn deine Aufgaben als Finanzreferent?
Mika: Ich verwalte die Finanzen des AStA. Das heißt, ich beschäftige mich sowohl mit dem Verwahrhaushalt, also den Beiträgen, die über den Semesterbeitrag gezahlt werden, aber nicht direkt an den AStA gehen sondern von uns weitergegeben werden. Das sind zum Beispiel die Semesterticketgelder oder Beiträge für den Studierendensport. Dazu kommen dann noch die 10,50 Euro pro Semester und Student/in, die den Etat des AStA bilden und für Veranstaltungen und Angebote des AStA verwendet werden können. Darüber behalten wir den Überblick. Ich bin die letzte Instanz wenn es um die Zeichnung von Rechnungen oder die Zusage von Geldern geht, die beispielsweise von den einzelnen Referaten benötigt werden.
Das Finanzreferat ist im Prinzip der Maschinenraum des AStA.

FW: Das heißt, dass das Finanzreferat primär intern agiert?
Mika: Genau. Wir haben keine klassischen Sprechstunden oder Beratungen. Was wir machen, kann man auf unserer Internetseite sehen, dort werden eigentlich alle aktuellen Dinge wie beispielsweise der Haushaltsplan hochgeladen. Natürlich haben wir trotzdem Anwesenheitsdienst und sind ansprechbar für Personen, die von unserem Handeln betroffen sind. Aber da geht es dann auch eher um technische Fragen, für die weniger ich zuständig bin.

FW: Nun ist es ja nicht unbedingt so, dass Finanzen ein Thema sind, das die gesamte Studierendenschaft unbedingt brennend interessiert –  siehst du das auch so?
Mika: Ich studiere ja VWL, da wird natürlich schon über Finanzen gesprochen, wenn es um Politik geht. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass das nicht überall so ist.

FW: Hast du denn Ambitionen, daran konkret etwas zu machen, sodass sich mehr Menschen fürs Thema Finanzen interessieren?
Mika: Ich weiß gar nicht, ob man das unbedingt anstreben sollte. Es interessieren sich eben nicht alle Menschen für alles und das ist ja auch völlig in Ordnung, dafür gibt es schließlich so etwas wie Arbeitsteilung, auch im AStA. Ich bin eben für Finanzen zuständig, andere haben ihren Interessenschwerpunkt woanders.

FW: Gibt es sonst etwas, was du konkret im Referat ändern möchtest oder würdest du sagen, dass deine beiden Vorgänger (Alois Sass, Jusos und Heraldo Hettich, GHG, Anm. d. Red.) einen guten Job geleistet haben, den du so weiter beschreiten möchtest?
Mika: Die beiden haben auf jeden Fall einen sehr guten Job gemacht. Es ist auch sehr gut, dass sie immer noch ansprechbar sind, wenn ich Fragen habe, denn gerade in der ersten Woche war ich von der Menge an Bürokratie im Referat doch etwas überrascht, auch wenn ich so etwas natürlich erwartet hatte. Ich habe aktuell noch keine Ambitionen, etwas zu ändern, sondern möchte deren Arbeit gerne fortführen.

FW: Du sprachst gerade von Bürokratie, gerade wurde ja auch der Haushaltsplan des AStA verabschiedet. Wie viel Arbeit kam in den letzten Wochen auf dich zu?
Mika: Am Anfang muss man natürlich mehr Zeit aufwenden, ich lese mir ja noch vieles an und finde mich in die Themen ein. Und klar, der Haushaltsplan hat auch einiges ausgemacht. Aber ich bin recht zuversichtlich, dass das nicht die ganze Zeit über so viel sein wird. Alles in allem, schätze ich, habe ich bisher etwa 20 Stunden pro Woche gearbeitet.

FW: Danke dir für das Gespräch!

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