Das Studium in der Wolke

Mit Sciebo gibt es endlich einen sicheren und nicht kommerziellen
Speicherplatz für alle Studierenden

von Ronny Bittner und dem IT-Referat

Wer im Studium gemeinsam Projekte oder Referate erarbeiten und dabei Dateien mit anderen Studierenden teilen muss, der hat bisher meist auf Google Drive oder Dropbox zurückgegriffen. Mit Sciebo könnte sich das nun ändern.

Sciebo ist ein gemeinsames Projekt von Sync & Share NRW, das einen nichtkommerziellen Cloud-Speicherdienst für Forschung, Studium und Lehre zur Verfügung stellt. 22 Hochschulen in NRW machen mit und die Universität Bonn ist nicht nur Teilnehmer, sondern stellt neben Münster und Duisburg-Essen einen der drei Server-Standpunkte. Insgesamt 5 Petabyte stehen für 500.000 potentielle Nutzer an den Hochschulen zur Verfügung. Alle Studierenden erhalten mit ihrer Uni-ID Zugriff auf 30 GB Speicherplatz (!), für Mitarbeiter kann er auf bis zu 500 GB erhöht werden. Sciebo basiert auf OwnCloud (OpenSource) und kann somit entweder mit dem Sciebo- oder mit dem OwnCloud Client genutzt werden.

Das Web-Interface ist unter www.sciebo.de zu erreichen. Dort muss man beim Registrieren lediglich die Universität Bonn auswählen und sich einmalig mit seiner Uni-ID anmelden. Dann legt man ein eigenes Sciebo-Passwort fest und schon kann es losgehen. Die Adresse für Bonn lautet dann https://uni-bonn.sciebo.de und kann für den Login genutzt werden. Zum Synchronisieren auf Laptop, Tablet und Smartphone gibt es entsprechende Apps und Programme (Clients), die eine gewohnte Arbeitsweise wie bei Dropbox & Co ermöglichen.
Innerhalb von Sciebo können Dateien und Ordner direkt für andere Sciebo-Nutzer oder Nutzergruppen freigegeben werden. An Nicht-Sciebo-Nutzer kann per Link der Zugang zu Dateien oder Ordnern verschickt werden.

Einige Universitäten verbieten sogar mittlerweile Daten bei den bekannten Cloud-Diensten und damit unter den dort vorherrschenden laxen Datenschutzbestimmungen zu speichern. Vor allem bei wissenschaftlichen Daten ist das Interesse von Konkurrenten oft groß. Sciebo verschlüsselt die Daten zwischen dem Rechenzentrum und dem Client mit SSL, der Datentransfer ist also abgesichert. Sciebo ist auch dadurch sicherer als andere Dienste, da die Daten ausschließlich in NRW gespeichert werden. Die Daten werden jedoch unverschlüsselt auf den Servern gespeichert, was so seine Richtigkeit hat, da die Sicherheit der Daten tatsächlich nur durch eigene Verschlüsselung der Daten gewährleistet werden kann.

Zum Thema Verschlüsselung (Mail-, Chat-, Datei- und Datenträger-) führt das IT-Referat regelmäßig sogenannte Cryptopartys durch, bei denen erst Grundlagen vermittelt werden und dann im Praxisteil den Anwesenden beim Installieren der benötigten Software geholfen wird.

Ein Backup wird bei einem Datenvolumen dieser Größe jedoch nicht erstellt. Auch wenn das System sehr gut gegen Ausfälle geschützt wird, sollte man unverzichtbare Daten zur Sicherheit noch auf anderen Datenträgern sichern.

Weitere Infos zu Sciebo findet ihr unter
www.sciebo.de
oder auf den Seiten des Hochschulrechenzentrums der Uni Bonn, http://www.hrz.uni-bonn.de/

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