Editorial (Ausgabe #4)

laila.rIn politischen und gesellschaftlichen Diskussionen, im Alltagsleben und auch in unseren persönlichen Maximen berufen wir uns ständig auf Moral. Wir bewerten Handlungen danach, ob sie moralisch sind und werten sie ab, wenn sie dies nicht sind. Doch was ist Moral? Wo hat sie möglicherweise ihre Grenzen und wo zeigt sie auf, dass Gesetze und gesellschaftliche Bestimmungen hinter unserem Empfinden des moralisch „Guten“ zurückstehen?
Noch immer ist es in Deutschland homosexuellen Männern verboten, Blut zu spenden. Dies wird moralisch unterschiedlich bewertet: für die Einen steht die gesellschaftliche Gleichbehandlung im Vordergrund, die Anderen handeln in ihren Augen moralisch, wenn sie das Risiko für Krankheitsübertragung versuchen, zu minimieren. Diese Auseinandersetzung wollen wir in dieser Ausgabe darstellen.
Moral ist also nichts Stetiges, moralisches Handeln kann in der selben Situation von unterschiedlichen Menschen bewertet sehr gegensätzliches Handeln sein.
Auch beim Thema Sterbehilfe ist Moral ein hohes Gut. Ist es moralischer, Menschen selbst über ihren
Tod entscheiden zu lassen oder zeigt sich Moral darin, in ihren Sterbeprozess nicht einzugreifen?
Zudem stellen wir euch die philosophische Debatte vor, die aus den antagonistischen Sichtweisen Rechtspositivismus und Universalismus entsteht und verknüpfen diese mit der aktuellen gesellschaftspolitischen Situation in Deutschland.
Daneben findet ihr in dieser Ausgabe einen Beitrag zur vergangenen SP-Sitzung, einen weiteren Teil unserer Serie „Wohnen in der Peripherie“ und einen Bericht zum Diskussionsabend zum Thema Salafismus mit Abdelkarim am 8.12. in Tannenbusch.

Wir wünschen euch eine schöne vorlesungsfreie Zeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

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